Wer möchte ein „GENiales Menü“?
Verfasst von genfood am 6. August 2008
SCHWARTOW – Am Mittwoch, dem 13. August, gibt es ab 19 Uhr den vierten Teil der "Vortragsreihe mit Menü", die vom Förderverein "Naturpark Mecklenburgisches Elbetal" e.V. in Zusammenarbeit mit dem Naturpark-Förderer "Restaurant Jagdschlösschen" im Boizenburger Ortsteil Schwartow angeboten wird.
Als Referentin konnte Annemarie Volling aus Lüneburg gewonnen werden, die bei der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. als bundesweite Koordinatorin der Gentechnikfreien Regionen tätig ist.
Das Thema der vierten Veranstaltung beschäftigt sich mit der viel diskutierten Problematik "Gentechnik in der Landwirtschaft". So lautet auch der Titel des Vortrages: Wer will schon gerne ein – im übertragenen Sinne – "GENiales Menü" auf den Teller serviert bekommen?
Aber haben Landwirte und Verbraucher eigentlich die Wahl? Schleichend können z.B. verunreinigte Pollen des Gen-Maises MON810 auch in die gentechnikfreie Landwirtschaft gelangen, und sein Insektengift kann unsere Ökosysteme bedrohen. Jedoch damit nicht genug: Der Risiko-Mais wird verfüttert und landet als Käse, Milch, Ei und Fleisch auf unserem Teller. Die Angst der Verbraucher vor genmanipulierten Lebensmitteln ist verständlich, denn immer noch sind Produkte von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, nicht gekennzeichnet.
Als kleine Hilfe und Handreichung gibt es daher für die Teilnehmer im Anschluss den Einkaufsratgeber "Essen ohne Gen-Technik".
Ein anderes wichtiges Thema, wenn es um Gen-Technik und Landwirtschaft geht, ist die Biologische Vielfalt. Sie steht nicht nur für Wildnis, Regenwald und Artenvielfalt, sondern auch für Kulturpflanzen-, Sorten- und Nutztierrassenvielfalt. Die Biologische Vielfalt ist unser genetisches Kapital, sie ist Grundlage jeder Pflanzenzüchtung und deshalb unverzichtbar für die Welternährung.
Neben der Information zu einem ausgewählten Thema aus den Bereichen Regionalentwicklung, Landwirtschaft und Ernährung, ist das Motto der "Veranstaltungsreihe mit Menü" auch gleichzeitig Ziel: "Aus der Region in den Kochtopf!".
"Sowohl Verbraucher als auch die Gastronomie haben zum Kauf bzw. zum Angebot regionaler und saisonaler Produkte verschiedene Möglichkeiten, die es zukünftig verstärkt zum Wohl der regionalen Wirtschaft als auch für Natur und Klima zu nutzen gilt", erklärten Jürgen Beisiegel vom BUND e.V. und Dirk Foitlänger (Förderverein Naturpark Mecklenburgisches Elbetal e.V.).
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um vorherige Anmeldung gebeten. Interessenten wenden sich dazu bitte bis zum Montag, dem 11. August, an den Naturpark-Förderverein unter Tel. 03 88 47-5 47 55 oder -62 48 40.
gefunden bei: SVZ.de




