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Saatguthersteller Monsanto im Blickpunkt

Verfasst von genfood am 7. Juli 2008

Karlsruhe – Kaum ein Thema erhitzt so das Gemüt der Bürger wie gentechnisch veränderte Organismen (GVO), in der Agrarwirtschaft auch als "Genfood" bekannt. Verfechter der neuen Technik und deren Gegner finden sich zuhauf, das Interesse an der Veränderung unserer Lebensmittel ist enorm. Das Bündnis Gentechnikfreie Region Mittlerer Oberrhein lädt nun am morgigen Dienstag, 8. Juli, zur Vorführung des Dokumentarfilms "Monsanto, mit Gift und Genen" im Zieglersaal in Karlsruhe ein.

Der Film soll die "Entstehungsgeschichte eines Industrieimperiums" rekonstruieren. Monsanto gilt heute als weltweiter Marktführer für GVO, die moralische Integrität des Unternehmens wird jedoch immer wieder angezweifelt. Die Firma wurde immer wieder in Prozesse über angebliche oder tatsächliche Giftigkeit ihrer Produkte verwickelt. Der Dokumentarfilm, der mit Unterstützung des Senders Arte gezeigt wird, soll nun anhand von "Zeugenaussagen von Opfern, Wissenschaftlern und Politikern" beweisen, dass Monsanto nur aufgrund von "Täuschungen, Druckmitteln und Bestechungsversuchen" seine Position als Marktführer habe erreichen können.

Das Bündnis Gentechnikfreie Region Mittlerer Oberrhein kritisiert vor allem, dass die Auswirkung der GVO-Kulturen auf die Natur und die Gesundheit des Menschen noch nicht genügend erforscht sei. Auch mangele es an Kontrollen. Die Stadt Karlsruhe ist dem Bündnis bereits beigetreten, der zuständige Bürgermeister Klaus Stapf wird vor Filmbeginn auch einige Worte an die Zuschauer richten.

Im Anschluss an die Dokumentation besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch über aktuelle Entwicklung im Bereich gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft. So sollen auch die mittlerweile zerstörten Genmaisfelder in Rheinstetten angesprochen werden. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Zieglersaal in der Baumeisterstraße 18 in Karlsruhe. Der Eintritt ist frei. (ps/pas)

gefunden bei: KA-News

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