Imker und Grüne haben gestern in Buttelstedt eine Bürgerinitiative gegen Genmais gegründet. TA sprach mit dem Vorsitzenden des Imker-Landesverbandes, Frank REICHARDT.
- Worin liegt die Gefahr beim Freilandanbau von Genmais?
- Wir sind deshalb so strikt dagegen, weil er so unkontrolliert in die Natur gelangen kann.
- In Buttelstedt soll er aber vor der Blüte zerhäckselt werden. . .
- Aber Monsanto will das Feld nutzen, um Agrarbetriebe dafür zu gewinnen Genmais anzubauen. Wir haben die Sorge, dass dies dann über Forschungs- und Versuchszwecke hinaus großflächig betrieben wird.
- Der Mais gilt als Windbestäuber, braucht also gar keine Bienen. Kommen sie dennoch in Kontakt miteinander?
- Mais ist für Bienen eigentlich unattraktiv. Aber er blüht Ende Juli beziehungsweise im August, also in einer blütenarmen Zeit. Untersuchungen in Celle haben ergeben, dass der Honig aus dieser Periode bis zu 25 Prozent Maispollen enthält.
- Worin besteht dabei die Gefahr für die Bienenvölker?
- Der Genmais enthält ein Insektizid gegen Maiszündler. Es verhindert bei dem Schädling die Häutung, so dass die Larven absterben. Wir haben die Sorge, dass das Insektizid auch schädlich für unsere Bienen ist.
- Was bedeutet der Genmais für die Honigproduktion?
- Wenn die Pollen in den Honig kommen, könnten wir ihn nicht mehr als gentechnikfrei deklarieren. Wir würden auf dem Honig sitzen bleiben, weil der Verbraucher in Deutschland Gentechnik schlichtweg ablehnt. Aus meiner Sicht geht es bei dem Anbau für Monsanto nur darum, auf Teufel komm´ raus Geld zu verdienen.
Gespräch: Susanne SEIDE
gefunden bei: Thüringer Allgemeine





2 Kommentare
Nun haben wir den Salat !Immer wieder habe ich alle Imkerverbände vor der Katastrophe des Bienenvolksterben gewarnt um sie über die Probleme der Neonikotinoide , welche da u. a. sind : Imidachloprid, Clothiandithin u. v. a. mehr, aufmerksam zu machen! Gentechnik wude ja erfunden um diese Gifte noch interessanter für die Landwirte zu machen! Ende 2002-Anfang 2003 hatte ich alle Imkerverbände angeschrieben .
Die einzige Reaktion kam von den damaligen Vorsitzende des Deutschen Berufsimkerbundes ( DBIB ), Uli Hoffmann.
Uli Hoffmann war es auch bewusst, dass die Neonokotinoide ein grosses Problem für die Bienen sind.
Im April 2003 gab es dann in Straßburg ein Imkertreffen der Franzosen, Deutschen (DBIB), Schweizer, Belgier und Holländer. Prof. Dr. Bonmatin, Wissenschaftler aus Frankreich, hielt einen Vortrag über Imidacloprid und Fipronil.
Uli Hoffmann bat Prof. Dr. Bonmatin in Donaueschingen den gleichen Vortrag zu halten.
Am Imkertag in Donaueschingen war die Stimmung seltsam, nicht nur ich, auch die anwesenden fransösischen Imker und Prof. Dr. Bonmatin hatten den Eindruck dass man in nicht mehr reden lassen wollte. Die Begrüßungen, Ehrungen und anderes Blablabla zogen sich in die Länge.
Nach dem Vortrag gab es eine heisse Diskussion. Uli Hoffmann war sehr darum bemüht die Diskussion so schnell wie möglich zuu beenden, anscheinend war das Thema wieder unerwünscht.
Anfang 2004 hatte ich die Gelegenheit in Graz, vor deutschsprachigen Berufsimkern aus Österreich, Südtirol, Schweiz, Deutschland dem Elsass u. a. einen Vortrag über die Wirkung der Neonikotinoide zu halten.Teilnehmer war u. a. auch Dr. Schmuck, Vertriebs- und Entwicklungschef der BAYER CROUPSCIENCES.
Nach meinem Vortrag hörte man im Publikum den “Mächtigsten Imker der Republik” Manfred Hederer, Präsident des Deutschen Berufsimkerbundes ( DBIB ): “Die Felder werden brennen!” schrie er laut, als Replik auf meine Rede! Siehe dazu den Bericht auf meiner Homepage http://www.imkereibrandt.de ; Tagung des österreichischen Berufsimkerbundes v. 28. - 29.2.04. In Graz. Präsident Harald Singer:
Und dann kam die Nachricht das auch der DBIB an dem Bienenmonitoring der Chemieindustrie teinehmen wird. Nicht nur die Französischen Imkerverbände waren empört. Gilt doch das Wort: ” Wes Brot ich ess, des Lied ich sing ! ”
Dasdie Monitoringdaten dazu dienen sollten Clothianidin in Frankreich zuzulassen. Darüber hat sich keiner der Herren sei es der Imkerverbände und der Bieneninstitute jemals geäußert.
Über die Honigelastung durch Boscalid ( ein hochgiftiges Fungizid von BASF ) hat sich auch keiner aufgeregt. Der Deutsche Imkerbund ( DIB ) hat Grenzwerte verlangt und die hat er dann auch bekommen!
In der letzten Feuerbrandsitzung haben alle Imkerverbände der Ausbringung von Antibiotika zugestimmt, auch Hedwig Riebe, Pflanzenschutzgiftbeauftrage für den DBIB.
Es gab mal zum Jahreswechsel einen kleinen Aufschrei (” Verraten und verkauft” auch zu finden auf meiner Homepage ) des DBIB und es gab auch einen Brief über die Zulassung von Clothianidin auf Raps.
Aber auch über Clothianidin zur Beizung für die Rapssaat hatte ich auch einige Monate zuvor gewarnt.
Was haben mir meine frühzeitigen Warnungen eingebracht ? : Nichts als Beleidigungen und Ausgrenzungen. So ist es nun einmal, der Prophet gilt nichts im eigenem Land !
Auch dem Frank Reichert als LV- Vorsitzender der Imker in Thüringen habe ich über die Auswirkungen der Gentechnik und dem Pflanzenschutzmitteleinsatz, im Zusammenhang mit dem weltweiten Bienenvolkssterben versucht aufzuklären.
Aber er war , wie alle Vertreter des Deutschen Imkerbundes ( DIB ), völlig resistent gegenüber über dem Thema Bienenvolksterben, Gentechnik und Pflanzenschutzgifte. Dies ist nicht verwunderlich denn der DIB gehört zum Deutschen Bauernverban und dieser wiederum ist Mitglied im Verein http://www.fnl.de, deren weitere Mitglieder allesamt zu den Agrarindustriegiganten gehören !
Das massive weltweite Bienenvolksterben gibt es seit 2001 /02 und seitdem warne ich ohne Resonanz. Nur Frankreich hat man die in Rede stehenden - auch den BT- Mais - Pflanzenschutzgifte ( PSM ) verboten.
Fridolin Brandt
allias lolly
http://www.imkereibrandt.de
Agrogentechnik - wie bei kaum einem anderen Thema sind Politiker, aber auch Landwirte und Verbraucher auf die gründliche Prüfung und Berücksichtigung von Risiken durch unabhängige (!) Experten und zuständige Behörden angewiesen. Einmal in die Natur freigesetzte Organismen sind schließlich nicht mehr rückholbar – gerade darum muss
eine unabhängige Risikoforschung gewährleistet sein.
In diesem Bericht wird untersucht, inwieweit sich die Politik auf die Unabhängigkeit ihrer Experten verlassen kann, wenn es um die Risikobewertung,Risikokommunikation undAuflagen für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geht. Dazu wurde versucht,
die Akteure, verschiedene Netzwerke und ihre Verknüpfungen möglichst
systematisch darzustellen.
Die Untersuchung, veranlasst von Ulrike Höffken, MdB und Vorsitzende des Bundestagsausschuß für Verbraucherschutz und Landwirtschaft. Diese PDF-Datei umfasst 55 Seiten !
http://www.ulrike-hoefken.de/cms/default/dokbin/232/232887.kontrolle_oder_kollaboration_agrogentech.pdf
Es wünscht anregendes Studium
One Trackback/Pingback
[...] Katastrophe" - Interview mit dem Landwirt Percy Schmeiser Monsanto - News Releases “Es geht Monsanto nur ums Geld” « Genfood Wahrheiten über die »Grüne Gentechnik« « Genfood BVL Aufbau und Funktion des [...]
Einen Kommentar hinterlassen