Wir Menschen haben den biblischen Auftrag die uns von Gott anvertraute Schöpfung zu bewahren. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, ist es doch Allgemeinwissen, dass  menschliches Leben und Überleben letztendlich vom Vorhandensein einer intakten Umwelt abhängig ist.

Nun droht ein regelrechter Anschlag auf die belebte Natur, ein absehbarer Genozid, dessen Tragweite den meisten Mitbürgern noch nicht bewusst ist.Denn gegen den erklärten Mehrheitswillen der Bevölkerung versucht eine Handvoll global agierender Saatgutkonzerne profitgierig und aggresiv ihre patentbewehrte Agro-Gentechnik weltweit auf die Felder und damit in unsere Nahrungskette zu drücken. „Wer das Öl kontrolliert, kann Nationen kontrollieren; wer die Nahrung kontrolliert, kann die Menschheit kontrollieren“. Orakelte der damalige US-Außenminister Henry Kissinger 1970. Aus dieser Erkenntnis entstand eine folgenschwere US- Gentechnik-Doktrin. Mit tatkräftiger Unterstützung der Regierung, begannen schwerreiche US-amerikanische Stiftungen, mit Agrokonzernen und Privatuniversitäten, gentechnisch-veränderte Nutzpflanzen in einem wahren Genrausch nach Art der Zauberlehrlinge zu kreieren. Auf höchst widernatürliche Art und Weise werden seitdem Pflanzengene, Tiergene und Bazillengene durch skrupellose Wissenschaftler direkt vergewaltigend in artfremde Genome transferiert, patentiert und umweltverseuchend freigesetzt. Obwohl es noch keinerlei  wissenschaftliche Langzeitforschung über die Auswirkungen dieser Hochrisikotechnologie  gibt, werden die Verbraucher gegen ihren Willen als Versuchskaninchen missbraucht.

Aber:“ Die Spaltung des Atomkerns und des Zellkerns sind die Sündenfälle der Naturwissenschaften. All diese Eingriffe in das Erbmaterial von Lebewesen: das sind größte Verbrechen. Wenn diese Fabrikate in die Welt entlassen werden, kann man sie nie mehr zurückholen. Der Mensch ist an einer Grenze angelangt, über die er nicht hinausgehen soll. Aber er wird es tun, obwohl er es nicht kann. Das Wunder des Lebens ist zu einer Ware geworden, mit der die Mörder und Forscher schachern“. So urteilte Prof. Erwin Chargaff, der Nestor der Gentechnik, in („Genrausch“, Klett-Cotta 2001), über die große Mehrheit einer  interessengeleiteten Forschergeneration, für die Ethik und Moral vernachlässigbare Werte bedeuten. Der Mensch in seiner Überheblichkeit und Gier überschreitet nämlich bewusst eine naturgesetzliche Grenze, möchte endlich „sein wie Gott“. Er wird dadurch aber höchstens ein unendliches Chaos auslösen, in dem er letztendlich untergehen wird.

Von Agroindustrie -Geldern unabhängige Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen warnen seit langem, doch wenig beachtet, vor den irreparablen Folgen für unser einzigartiges, nun extrem gefährdetes Ökosystem. Denn die gentechnisch veränderten und ein Insektengift (Bt-Toxin) mitproduzierenden, labordesigneten  Pflanzen, töten Schädlinge wie Nützlinge (Nichtzielorganismen) gleichermaßen. Die Artenvielfalt (Biodiversität) ist somit aufs Höchste bedroht. Gentechnisch verändertes, herbizidresistentes Saatgut plus zugehörigen Agrogiften , tötet alle anderen, umgebenden Pflanzen ab. So entstehen zwangsläufig Grüne Wüsten. Die systemimanenten, vorgegebenen Giftduschen verseuchen Böden und Grundwässer und gebären neuartige, resistente Superunkräuter.

Zudem kreuzen sich die gentechnisch veränderten Organismen unkontrolliert und nie mehr rückholbar in die jeweils  neues, patentgeschütztes  Saatgut plus Agrochemie erwerben. Eine Wiederaussaat aus der vorigen Ernte wird ihnen vertraglich und strafbewehrt verboten. Die neuesten, sogenannten Terminator-GMOs, bilden deshalb auch schon gar keine fortpflanzungsfähigen Samen mehr aus. Die totale Abhängigkeit von den Chemie-Multis wird erschreckende Realität. Unsere Ernährungssicherheit ist enorm gefährdet. Die in Jahrhunderten gewachsene, bäuerliche Landwirtschaft und Kultur geht dabei unwiderbringlich verloren und mit ihr auch die Gen-Vielfalt regionaler, den jeweiligen Umweltbedingungen angepasste, vitale alte Kultursorten. Denn die von den wenigen Gentechnikbefürwortern vielbeschworene Koexistenz ist reines Wunschdenken und eignet sich höchstens als vorübergehend wirksame Beruhigungspille für Leichtgläubige. Bei entschiedenerem politischen Handeln hätte Europa noch die Chance, die irreparable Verseuchung durch diese abartige Agrogentechnik zu verhindern. Dann müssten aber endlich die Interessen der Landwirte und Verbraucher, die Genfood ablehnen, nicht die der mächtigen Agro-Industrie, von den genlobbyhörigen Politikern vertreten werden. Der Respekt vor dem von Gott Gegebenen und die Solidarität mit der belebten Kreatur, deren Eigenwert und Eigenrecht achtend, verbietet es uns die Natur als Ausbeutungsobjekt geringschätzig zu missbrauchen. Wir sind und bleiben mit ihr in gottgewollter Abhängigkeit verbunden. Die Kirchen sollten deshalb nicht nur wohlfeile Denkschriften zu diesem Thema verfassen. Sondern die zuständigen, doch weitgehend ignoranten Politiker, nachdrücklichst zu  verantwortungsvollerem Verhalten ermahnen.    

Klaus Böhringer, Globalisierungskritische Gruppe Welzheim  (per Email)

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