[Newsletter-Feldbefreiung] Spektakuläre Feldbefreiung in Gatersleben
Verfasst von genfood am 21. April 2008
Liebe Freundinnen und Freunde!
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen Gentechnik in der Landwirtschaft!
In der Morgendämmerung des heutigen 21. April befreite eine kleine
Gruppe von sechs Menschen das Genweizenfeld in Gatersleben und setzte
damit einer massiven Bedrohung eines einzigartigen Schatzes an
Pflanzensorten ein Ende!
Bitte fühlt Euch, bitte fühlen Sie sich herzlich eingeladen, auf unserer
Homepage mehr über die vielen spannenden Ereignisse nachzulesen!
www.gendreck-weg.de
1. Feldbefreiung in Gatersleben
2. Im Wendland Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen Genmais gesucht
3. Im Juni: großes gentechnikfreies Wochenende
4. Zu Hause, in Bonn und anderswo: Gentechnik-Widerstand bekannter machen
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*1. Feldbefreiung in Gatersleben **
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In Gatersleben in Sachsen-Anhalt findet seit 2006 einer der
skandalösesten Freilandversuche im Lande statt. Gentechnisch
veränderter Weizen – in ganz Europa und selbst in den USA nicht
für den Anbau zugelassen – wuchs bis heute unter freiem Himmel und
in direkter Nachbarschaft der Genbank Gatersleben.
Die Verantwortlichen wissen, dass sie damit einen einzigartigen Schatz
landwirtschaftlicher Vielfalt gefährden. Denn in Gatersleben werden alte
und neuere, seltene und häufige Pflanzensorten aufbewahrt. Züchter und
Bauern können ebenso wie Forschungseinrichtungen, Entwicklungshilfe-
Projekte oder Privatpersonen dort Saatgutproben erhalten.
Um die Pflanzensorten dauerhaft zu erhalten, betreibt die Genbank eine
“Erhaltungszucht” und muss die eingelagerten Sorten regelmäßig zum
Keimen, Wachsen und Blühen bringen und kann dann keimfähiges neues
Saatgut wieder aufheben.
Bei einer Kontamination der zu erhaltenden Sorten durch Genweizen-Pollen,
würden Ernährungsgrundlagen für Menschen in aller Welt und für zukünftige
Generationen zerstört.
Schon 2006 protestierten über 30.000 Menschen zusammen mit dem
Umweltinstitut München gegen diesen Wahnsinn. 2007 fand eine große
Demonstration in Gatersleben statt. Jetzt wurden FeldbefreierInnen aktiv.
Sie arbeiteten mit ihren Hacken in der Dämmerung und wurden von den
herbei eilenden Polizeibeamten und -beamtinnen erst unterbrochen,
als schon mehr als zwei Drittel der Fläche befreit waren. Auf dem
Acker legten sie ein übergroßes Weizenbrot nieder mit der Aufschrift:
“Unser täglich Brot – OHNE Gentechnik!”
Jede/r von ihnen steht zu der Befreiungs-Aktion und bereitet sich nun
auf die juristischen Konsequenzen vor.
Gemeinsam mit vielen Gentechnikgegnerinnen und -gegnern geht es jetzt
darum, aus dieser Feldbefreiung eine politische Kampagne zu machen
und eine gentechnikfreie Zukunft – nicht nur für die Genbank in
Gatersleben – zu erstreiten! Mehr unter www.gendreck-weg.de
Die Feldbefreierinnen von Gatersleben haben Gesichter und gute
Gründe für ihr Handeln. Vier Kurzporträts stehen auch auf unserer
Homepage.
Jetzt gilt es: Informieren Sie sich, informieren Sie Bekannte und
Freundinnen und Freunde.
Wir brauchen viele Menschen, die die Feldbefreierinnen und
Feldbefreier unterstützen!
Es ist unser Ziel, eine Vielzahl von kleinen und größeren Spenden
zusammen zu bekommen, damit die mutigen Aktiven das Risiko des
Prozesses nicht alleine tragen müssen. Viele Unterstützerinnen und
Unterstützer stärken ihnen den Rücken – und wirken selbst politisch,
da wir umso deutlicher zeigen können, wie viele Menschen die
Feldbefreiung für dringend notwendig halten und den Genweizenversuch
deutlich verurteilen.
Es ist im Vorfeld schwer zu sagen, welche Strafen die
Gentechnikgegnerinnen erwarten müssen.
Vielleicht handelt es sich um viel Geld. Deshalb freuen wir uns
auch über höhere Spenden-Zusagen oder vielmehr, die wir dann abrufen
dürfen, wenn es notwendig wird.
Je mehr Menschen wir finden können, desto weniger Geld muss jede
einzelne Person aufbringen.
Nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf: aktion@gendreck-weg.de oder
0175 / 86 66 76 9
Das Spendenkonto hat die Nummer
STOP GMO e.V. Konto-Nr.:200 2447 200, bei der GLS Gemeinschaftsbank,
BLZ:430 609 67
Für Überweisungen aus dem Ausland: BIC:GENO DE M1 GLS
IBAN:DE37430609672002447200
Bitte notieren Sie als Kennwort “Genweizen”.
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* 2. Im Wendland: Mitstreiter gegen Genmaisfeld gesucht! ***
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Im Wendland droht der Genmais Einzug zu halten. Doch das wollen
viele Menschen nicht hinnehmen. Seit letztem Donnerstag befindet
sich rund um die Uhr eine Mahnwache am Laaser Elbdeich.
Hinter dem Deich, im Überschwemmungsgebiet und Biosphären-
Reservat soll der Monsanto-Mais angebaut werden.
Damit gehört dieses Feld zu den riskantesten Anbauvorhaben mit
dem giftigen Monsanto-Mais: Hochwasser kann die Pollen über weite
Strecken verteilen. Das ganze Gebiet ist als Biosphären-Reservat
geschützt und darf nur sehr eingeschränkt genutzt und betreten werden.
Die Resonanz aus der Bevölkerung ist gut. “Immer wieder kommen
Menschen bei uns vorbei, bringen Essen oder Brennholz und bekunden
uns ihre Unterstützung”, so Katja Tempel von der Initiative gegen
den Genmais. Dringend erwünscht und herzlich willkommen sind aber
weitere Menschen, die etwas mehr Zeit mitbringen und vor Ort die
Mahnwache unterstützen und kreativ ausgestalten können!
Für Rückfragen: Katja Tempel, Jeetzel, 05841-4540
Mehr auch unter: http://de.indymedia.org/2008/04/213960.shtml bzw.
http://de.indymedia.org/2008/04/213970.shtml
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3. Gentechnikfreies Wochenenende vom 26.-29. Juni
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Die Vorbereitungen für das nächste große gentechnikfreie Wochenende
im Juni laufen ebenfalls auf Hochtouren. Im Raum Würzburg schlagen
wir in diesem Jahr unsere Zelte auf, vom 26. bis 29. Juni. Wieder
wird es spannende Workshops geben und die Gelegenheit zum
Austausch mit Gleichgesinnten. Aktionstrainings sind vorbereitet
und andere Möglichkeiten, die eigene Protestform gegen die
Agro-Gentechnik zu finden. Es gibt köstliches gentechnikfreies
und biologisches Essen der Kochgruppe LeSabot. Für den Sonntag
haben bereits fast 500 Menschen angekündigt, öffentlich und
gewaltfrei ein Genmaisfeld in der Gegend zu betreten und
die Gentech-Pflanzen darauf unschädlich zu machen.
Mehr unter www.gendreck-weg.de
Die Einladungsflyer zum Wochenende sind nachgedruckt. Wer
welche bestellen möchte, kann dies gerne und kostenlos
(wobei wir uns über Spenden freuen) tun: aktion@gendreck-weg.de
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4. Zu Hause, in Bonn und anderswo: Widerstand unterstützen!
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Wir freuen uns immer über Menschen, die helfen möchten, Flyer zu
verteilen! Im Freundeskreis, über den Hof- oder Bioladen und
auch sonst!
Wer eine Abendveranstaltung zum Thema machen möchte, findet bei
uns Referenten und Referentinnen oder kann den Kurzfilm (10 Minuten)
von der Feldbefreiung 2007 ausleihen/gegen Spende bekommen.
Am 12. Mai findet in Bonn eine internationale Demonstration gegen
Gentechnik und für biologische Vielfalt statt. Ein paar Leute
aus dem Gendreck-weg-Team sind vor Ort und wollen Flyer verteilen.
Du vielleicht auch? Wir würden uns freuen!
Bei Fragen oder Deinem Mitmachangebot einfach eine Mail senden an:
aktion@gendreck-weg.de
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