43 Prozent der Landwirte gegen manipulierte Pflanzen

Neubrandenburg (roth) • Der Anbau genmanipulierter Pflanzen stößt bei den Bauern in MV auf breite Ablehnung. Mehr als zwei Fünftel aller Agrarbetriebe schließt auf eigenen Feldern die Aussaat von Gen-Pflanzen aus, geht aus einer der umfangreichsten Umfragen der Hochschule Neubrandenburg unter fast 800 Landwirten in MV hervor. Dagegen kalkulieren 35 Prozent den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ein. Ein Fünftel ist noch unentschlossen. Je größer die Betriebe, je höher auch die Zustimmung zu der umstrittenen Technologie. In Agrarbetrieben mit mehr als 1000 Hektar Fläche befürworten bereits 47 Prozent der Bauern den GVO-Anbau.

Befürworter der grünen Gentechnik erwarten vor allem eine höhere Ertragssicherheit, höhere Erntemengen und eine Senkung der Produktionskosten. Gegner sehen hingegen eine fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung, Risiken für die Umwelt, einen zu geringen Wissensstand und das bestehende Haftungsrisiko.

Die Neubrandenburger Wissenschaftler gehen indes trotz der zwiespältigen Einstellung der Bauern davon aus, dass sich der Gen-Pflanzenanbau in den nächsten Jahren in MV erweitern und damit gleichzeitig die Konflikte zwischen den Agrarbetrieben zunehmen werden.

In diesem Jahr sollen auf 27 Standorten bereit 719 Hektar vornehmlich mit so genanntem BT-Mais bestellt werden – die zweitgrößte Anbaufläche in Deutschland. Nur Brandenburg stellt noch mehr ins Feld.

gefunden bei: SVZ Mecklenburg-Vorpommern