Genfood

deutschsprachiges Newsarchiv über Genfood und Gentechnik

Mehr Sicherheit bei Genpflanzen?

Verfasst von genfood am 18. August 2008

der CHEMIEREORT schreibt zum Thema:

“… Bisher wurden neue Gene zufällig an einem Ort im Genom integriert. Dabei ist vorher nicht bekannt, ob an diesem Ort die gewünschte Eigenschaft des Gens beobachtet wird und ob andere Gene in der Pflanze negativ beeinflusst werden. Projektleiter Hehl will künftig den Ort, an dem ein Gen integriert wird, aber bereits vor dem Einfügen kennen: “Gene sollen nur dort integriert werden, wo wir sie haben wollen. Das heißt in vorher gut charakterisierten Stellen im Genom.”…”

und die Großen der Branche wollen uns weiss machen, dass die Gentechnik sicher wäre?

Gesundheit, wildes Aussähen, Resistenzen, und und und. All die Versprechungen von Monsanto & Co. sind nicht weiter als leere Versprechungen.

Frei nach dem Motto, gib dem Zufall eine Chance, wird hier die Weltbevölkerung ausgehungert um dann das Allheilmittel Gensaaten zu vermarkten.

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Aus für Gentechnik in Gatersleben

Verfasst von genfood am 6. August 2008

Über 100.000 Menschen hatten in den vergangenen Jahren mit Einwendungen des Umweltinstituts gegen Freilandexperimente mit Gen-Weizen und -Erbsen auf dem Gelände der Pflanzen-Genbank in Gatersleben protestiert. Nachdem zunächst die Generbsen-Firma Novoplant Insolvenz anmelden musste, will nun offenbar auch das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), auf dessen Gelände die Genbank angesiedelt ist, auf den Anbau von genmanipulierten Pflanzen in Gatersleben verzichten.
Nachdem das Versuchsfeld mit Genweizen in diesem Frühjahr zerstört wurde und das Image des Instituts als Hüterin der biologischen Vielfalt durch die Gentechnik-Experimente massiv Schaden genommen hatte, wurde nun wohl die Reißleine gezogen. Wir freuen uns über diese Einsicht und danken allen unseren Mitstreitern für ihre Unterstützung.

gefunden bei: Europaticker

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Wer möchte ein “GENiales Menü”?

Verfasst von genfood am 6. August 2008

SCHWARTOW – Am Mittwoch, dem 13. August, gibt es ab 19 Uhr den vierten Teil der "Vortragsreihe mit Menü", die vom Förderverein "Naturpark Mecklenburgisches Elbetal" e.V. in Zusammenarbeit mit dem Naturpark-Förderer "Restaurant Jagdschlösschen" im Boizenburger Ortsteil Schwartow angeboten wird.

Als Referentin konnte Annemarie Volling aus Lüneburg gewonnen werden, die bei der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. als bundesweite Koordinatorin der Gentechnikfreien Regionen tätig ist.

Das Thema der vierten Veranstaltung beschäftigt sich mit der viel diskutierten Problematik "Gentechnik in der Landwirtschaft". So lautet auch der Titel des Vortrages: Wer will schon gerne ein – im übertragenen Sinne – "GENiales Menü" auf den Teller serviert bekommen?

Aber haben Landwirte und Verbraucher eigentlich die Wahl? Schleichend können z.B. verunreinigte Pollen des Gen-Maises MON810 auch in die gentechnikfreie Landwirtschaft gelangen, und sein Insektengift kann unsere Ökosysteme bedrohen. Jedoch damit nicht genug: Der Risiko-Mais wird verfüttert und landet als Käse, Milch, Ei und Fleisch auf unserem Teller. Die Angst der Verbraucher vor genmanipulierten Lebensmitteln ist verständlich, denn immer noch sind Produkte von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, nicht gekennzeichnet.

Als kleine Hilfe und Handreichung gibt es daher für die Teilnehmer im Anschluss den Einkaufsratgeber "Essen ohne Gen-Technik".

Ein anderes wichtiges Thema, wenn es um Gen-Technik und Landwirtschaft geht, ist die Biologische Vielfalt. Sie steht nicht nur für Wildnis, Regenwald und Artenvielfalt, sondern auch für Kulturpflanzen-, Sorten- und Nutztierrassenvielfalt. Die Biologische Vielfalt ist unser genetisches Kapital, sie ist Grundlage jeder Pflanzenzüchtung und deshalb unverzichtbar für die Welternährung.

Neben der Information zu einem ausgewählten Thema aus den Bereichen Regionalentwicklung, Landwirtschaft und Ernährung, ist das Motto der "Veranstaltungsreihe mit Menü" auch gleichzeitig Ziel: "Aus der Region in den Kochtopf!".

"Sowohl Verbraucher als auch die Gastronomie haben zum Kauf bzw. zum Angebot regionaler und saisonaler Produkte verschiedene Möglichkeiten, die es zukünftig verstärkt zum Wohl der regionalen Wirtschaft als auch für Natur und Klima zu nutzen gilt", erklärten Jürgen Beisiegel vom BUND e.V. und Dirk Foitlänger (Förderverein Naturpark Mecklenburgisches Elbetal e.V.).

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um vorherige Anmeldung gebeten. Interessenten wenden sich dazu bitte bis zum Montag, dem 11. August, an den Naturpark-Förderverein unter Tel. 03 88 47-5 47 55 oder -62 48 40.

gefunden bei: SVZ.de

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Maget: »Wir wollen ein gentechnikfreies Land«

Verfasst von genfood am 6. August 2008

Übersee. Großes Interesse an der ökologischen Landwirtschaft zeigte der SPD-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Franz Maget, auf dem Bauernhof von Bauernverbands-Obmann Willi Siglreitmeier in Übersee. Bei dieser Gelegenheit diskutierte der Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 28. September mit den rund 30 anwesenden Landwirten deren Sorgen und Nöte.

In punkto »Milchpreis« forderte Maget nun endlich eine dauerhafte Regelung. »Gerade in Bayern ist die Milchwirtschaft wichtig. Sie gehört zum Land dazu und die Politik ist aufgerufen, Lösungen zu finden«. Auch zum Thema »Gentechnik« bezog der SPD-Politiker klar Stellung. »Wir wollen ein gentechnikfreies Land, jede andere Möglichkeit, wie die Abstandsregelung, ist uns zu wackelig«, betonte Maget. Ihn freue es, dass Franz Gnadl für den Landtag kandidiere. Im Falle seiner Wahl soll der Überseer landwirtschaftlicher Sprecher der SPD-Fraktion werden.

Landwirte haben 2,80 Euro Stundenlohn

Bauernobmann Sepp Sichler aus Grassau meinte, die CSU werde nicht gewählt, weil sie so gut sei, sondern weil sie als kleineres Übel gelte. Zur Diskussion um den Mindestlohn sagte er, die Landwirte hätten einen durchschnittlichen Stundenlohn von 2,80 Euro, gefordert werde auch hier ein Mindestlohn von 7,50 Euro. Im restlichen Europa zahlten die Bauern zudem – anders als in Deutschland – fast keine Mineralölsteuer. Geärgert habe ihn auch, dass jede Gewerkschaft streiken dürfe, nur bei den Landwirten drohe das Kartellamt gleich mit hohen Geldstrafen.

Den Mindestlohn halte er für sehr wichtig, denn es müsse eine Untergrenze geben, erwiderte Franz Maget. Landwirte seien selbstständig und daher müsse für es für diese eine andere Regelung geben. Viele Regelungen in der Landwirtschaft, die in Norddeutschland gut passten, hätten aber für die Milchwirtschaft im klein strukturierten Bayern keinen Bestand.

Willi Siglreitmeier forderte, dass den Basispreis für einen Liter Milch eine unabhängige Kommission ausrechnen solle, wobei Arbeitszeit und Unkosten der Bauern eingerechnet werden müssten. Preissteigerungen belasteten auch die Bauern. So sei der Dieselpreis enorm gestiegen und auch der Düngerpreis habe sich verdoppelt. Solche Kosten müssten im Basispreis berücksichtigt werden. Siglreitmeier erklärte, dass in den drei Monaten, als der Landwirt 43 Cent pro Liter erhielt, wieder investiert wurde. »Hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt«, laute ein Sprichwort.

40 Cent seien für die, die Massen produzierten, ein unglaubliches Geschäft, entgegnete Maget. Man müsse vielmehr die Arbeit und die Qualität würdigen und dies dürfe nicht als Beihilfe gelten, sondern als Qualitätszuschlag. Dies wiederum würde die kleinteilige Struktur stärken. Auch würde er sich wünschen, dass der Bauernverband mehr differenziere und die regionale Situation stärker berücksichtige. Für Bayern sei Kulturförderung wichtig, denn durch die Almwirtschaft wäre die Arbeit besonders erschwert und es könne nicht so viel produziert werden.

Sylvester Fuchs beklagte, dass auch beim Zubrot »Urlaub auf dem Bauernhof« die Aufenthaltszeiten zurückgingen. Außerdem konsumierten die Gäste Billigprodukte aus den Discountern. Maget bestätigte den Urlaubstrend »kürzer, näher, öfter«. Es werde zwar schon noch Geld für den und im Urlaub ausgegeben; allerdings seien drei Wochen Urlaub auf dem Bauernhof aus der Mode gekommen. »Wir müssen den Landwirten spezielle Unterstützung gewähren und zusätzlich zum Milchpreis einen Ausgleich für erschwerte Bedingungen anbieten«, sagte der SPD-Politiker.

Bernhard Hennes erklärte, dass sich die Initiative »Zivilcourage« im Hinblick auf die Bedrohung durch die Agro-Gentechnik gegründet habe, um Bauern, aber auch Politiker zu informieren. Politiker, egal welcher Parteizugehörigkeit, hätten hier ein Informationsdefizit. Der Anbau von Genmais müsse bayernweit verboten werden. Die SPD habe ja bereits vor fünf Jahren ein grundsätzliches Verbot von gentechnisch verändertem Saatgut gefordert, wie es die Protokolle beim Landtag nachwiesen, antwortete Maget. Eine Abstandsflächenregelung halte er deshalb für nicht ausreichend.

Gentechnik kann man nicht ausschalten

Das größte Übel sei die Agro-Gentechnik, so Bio-Landwirtin Birgit Gnadl: »Wenn diese Einzug hält, ist es vorbei mit der ökologischen Landwirtschaft«. Biobauern hätten eine große Umsatzsteigerung, die dann wieder weg wäre. »Wir wollen keine Almosen, wir wollen für unsere Arbeit Geld erzielen«, sagte sie. »Atomkraftwerke können wir ausschalten, die Gentechnik nicht«, fügte sie hinzu. Dazu Maget: »Wir brauchen eine Entscheidung, dass sich Bayern zur gentechnikfreien Region erklärt«. Jedwede Verbreitung gentechnisch veränderter Produkte müsse untersagt werden.

Schließlich wurde noch nach der Erbschaftssteuer gefragt. Laut Maget soll es eine Zehn-Jahres-Regelung geben. Wenn ein Hof zehn Jahre vom Erben weiter bewirtschaftet wird, falle keine Erbschaftssteuer an. Nach acht Jahren seien 20 Prozent der Steuer fällig. Die Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler ergänzte, dass gerade die Diskrepanz zwischen Ertrags- und Verkehrswert diskutiert werde. Während im Alpenraum der Ertragswert relativ gering sei, sei dafür aufgrund der Grundstückpreise der Verkehrswert sehr hoch. Mit der bisherigen Besteuerung würde so mancher Haus und Hof verlieren. Nach dem Verkehrswert zu besteuern sei aber vom Tisch.

gefunden bei: Traunsteiner Tagblatt

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Der Wahnsinn mit den Rindern

Verfasst von genfood am 6. August 2008

Uns droht eine Welt aus Völlerei und aus Hungersnöten. Wenn die Reichen ihre Essgewohnheiten nicht grundlegend ändern, wird unsere Zivilisation wohl nicht überleben.
Eine Außenansicht von Jeremy Rifkin

Wollen wir mit dem vorhandenen Getreide Menschen oder Tiere versorgen?
Foto: AFP

Der dramatische Anstieg der Energiepreise seit einem Jahr hat zu einem ebenso dramatischen Anstieg der Lebensmittelpreise rund um den Globus geführt.

Dazu kam der Klimawandel mit seinen negativen Auswirkungen auf die Landwirtschaft, er hat die Nahrungskrise weiter verschlimmert. Dürren, Überschwemmungen und andere Wetterextreme, die vom Klimawandel verstärkt werden, haben in vielen Teilen der Welt die Ernten zerstört.

Auf dem Welternährungsgipfel im Juni diskutierten Vertreter aus mehr als 180 Ländern über Lebensmittelknappheit, Klimawandel und Energiefragen. Während der gesamten Konferenz sprach jedoch keiner der Politiker über die eigentlichen Ursachen der Krise und darüber, wie die Landwirtschaft den Klimawandel beeinflusst.

Eine unübersehbare Peinlichkeit, die man lieber ignoriert, bezeichnen wir auf Englisch als einen "Elefanten im Zimmer". Beim Welternährungsgipfel war der Elefant eine Kuh. Die Fleischindustrie hat mehr als ein Drittel der weltweiten Landwirtschaftsflächen und riesige Mengen fossiler Brennstoffe verschlungen, nur um einem kleinen Teil der Weltbevölkerung am luxuriösen Ende der Lebensmittelkette ihr Dasein zu versüßen.

Indessen stehen mehreren hundert Millionen Menschen Unterernährung, Hunger und Tod bevor. Mit einem weiter steigenden Ölpreis wird die Kluft zwischen überfütterten Reichen und unterernährten Armen nur noch größer werden. Das Ergebnis ist eine Welt aus Völlerei und aus Hungersnöten.

Verstärkt wird dieses Problem durch die Tatsache, dass die Fleischproduktion die zweitwichtigste Ursache für den Klimawandel ist – eine Tatsache, die nicht einmal Al Gore anspricht. Wenn reiche Menschen ihre Essgewohnheiten nicht grundlegend ändern, wird unsere Zivilisation wohl nicht überleben.

Ernähren wir lieber Menschen oder Autos?
Viele Experten erklären die steigenden Lebensmittelpreise damit, dass immer mehr Ackerflächen für die Biospriterzeugung genutzt werden. Im Kern läuft diese Argumentation auf die Frage hinaus: Ernähren wir lieber Menschen oder Autos? Biosprit trägt definitiv zur Verteuerung von Essen bei – und könnte in Zukunft noch stärker dazu beitragen.

Doch noch sind die Auswirkungen ziemlich gering. Weniger als 3,5 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion wurden im vergangenen Jahr für die Herstellung von Biosprit verwendet.

Die Frage ist daher nicht, ob wir Menschen oder Autos ernähren sollten. Sie ist auch nicht, ob wir kurzfristig die Ölförderung ankurbeln sollten. Die wirkliche Frage ist, ob wir mit dem vorhandenen Getreide Menschen oder Tiere versorgen wollen – und darüber möchte allem Anschein nach kein führender Politiker sprechen.

Die Welternährungsorganisation (FAO) hat sich vor zwei Jahren in einer Studie mit dem Thema befasst. Das Ergebnis: Im Jahr 2002 wurden insgesamt 670 Millionen Tonnen Getreide, also etwa ein Drittel der weltweiten Getreideernte, an Vieh verfüttert.

Das Brisante daran ist, dass immer mehr Ackerland dem Anbau von Futtermitteln gewidmet wird. Folglich bleibt weniger Land für die Herstellung von Lebensmitteln übrig, weshalb die Essenspreise für die Ärmsten steigen. Diese Entwicklung wird sich noch verschlimmern, wenn die Prognose der FAO zutrifft, nach der sich die weltweite Fleischproduktion bis 2030 verdoppelt. Das hätte zur Folge, dass noch viel mehr Ackerflächen umgewandelt würden, um Futter statt Essen anzubauen.

Dass mehrere hundert Millionen Menschen hungern, ist aber noch nicht das einzige Resultat dieses Prozesses. Ein ebenso wichtiger Zusammenhang besteht zwischen Tierfutter, der zunehmenden Fleischproduktion und dem Klimawandel. Doch anscheinend fühlte sich auf dem Ernährungsgipfel niemand wohl dabei, diese Verbindung anzusprechen.

Die Wahrheit ist, dass die Fleischerzeugung durch Zuchttierhaltung die zweitwichtigste Ursache für den Klimawandel ist, nach dem Energieverbrauch von Gebäuden. Rajendra Kumar Pachauri, der Vorsitzende des Weltklimarats und einer der zwei Träger des letztjährigen Friedensnobelpreises, hat alle Konsumenten aufgerufen, einen ersten Schritt gegen den Klimawandel zu unternehmen und weniger Fleisch zu essen.

Die FAO-Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass Zuchtvieh für den Ausstoß von 18 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich ist. Das ist mehr, als der gesamte Transportsektor verursacht. Vieh erzeugt demnach neun Prozent des vom Menschen beeinflussten Ausstoßes von Kohlendioxid.

Bei den besonders schädlichen Treibhausgasen ist der Anteil noch viel größer: 65 Prozent der Lachgas-Emissionen stammen aus der Viehzucht, vor allem aus Stallmist. Lachgas hat einen 300-mal stärkeren Treibhauseffekt als Kohlendioxid. Zudem erzeugt Vieh 37 Prozent des Ausstoßes von Methan, das 23-mal stärker zur Klimaerwärmung beiträgt als Kohlendioxid.

Grenzwerte für Methan- und Lachgasemissionen
Wir beklagen, dass große, spritfressende Autos Energie verschwenden. Doch ist die Vergeudung noch viel größer, wenn Menschen immer mehr Fleisch aus der Tierzucht essen. Mit dem Anbau von Getreide kann man auf einem Hektar fünfmal mehr Eiweiß produzieren als mit Viehzucht. Mit Hülsenfrüchten wäre die Eiweißmenge sogar zehnmal und mit Blattgemüse ganze 15-mal größer.

Die Schlussfolgerungen sind klar: Für die Methan- und Lachgasemissionen der Landwirtschaft sollten Grenzwerte festgesetzt werden, damit Viehzüchter Anreize haben, ihre Emissionen zu reduzieren. Außerdem sollten wir höhere Steuern auf Futtergetreide und Fleisch erheben und zugleich Früchte und Gemüse steuerlich entlasten, um so die Essgewohnheiten zu verändern. Schließlich sollten wir in der Landwirtschaft mit weniger fossilen Brennstoffen und chemischen Mitteln – also auch mit weniger Genfood – auskommen und stattdessen die ökologische Landwirtschaft fördern.

Die Entschlossenheit zum Energiesparen und zur Reduktion von Emissionen, die wir gerade im Fall von Gebäuden und des Verkehrs zeigen, sollte mindestens genauso groß sein, wenn es um die Fleischproduktion geht. Im Interesse der Mitmenschen und unseres Planeten müssen die wohlhabenden Konsumenten ihre Essgewohnheiten gründlich überdenken, denn die Zeit verrinnt.

Der Ökonom Jeremy Rifkin ist Gründer und Präsident der Foundation on Economic Trends in Washington.

Übersetzung: Janek Schmidt.

gefunden bei: Süddeutsche Zeitung

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